Wo tagtäglich zehntausende von Menschen reisen, arbeiten und einkaufen, muss alles blitzblank glänzen – und das jeden Tag. Doch hinter der makellosen Fassade und Preisen wie dem Skytrax Award 2024 für den saubersten Flughafen Europas, steckt weit mehr als Besen und Lappen.
Technologie-Profis für die Reinigung
Fachleute Reinigungstechnik sind heute wahre Technologie-Profis. Sie setzen modernste Maschinen ein, planen ihre Einsätze mithilfe von Tablets und optimieren ihre Arbeitsabläufe durch den Einsatz künstlicher Intelligenz. Am Flughafen Zürich wurden beispielsweise Sensoren in allen WC-Anlagen installiert, um die Anzahl der Benutzungen zu erfassen. Diese Daten ermöglichen eine zielgerichtete Reinigung – genau dort, wo sie am meisten benötigt wird, anstatt nach starren Zeitplänen zu arbeiten. „Das macht unsere Arbeit effizienter und ressourcenschonender,“ sagt Arbias Morina. Der 19-jährige Lernende erzählt, wie er seine Berufung fand und was ihn an seiner Arbeit begeistert.Vom klassischen «Saubermachen» zur Hightech-Mission
Gebäudereinigung hat heute kaum mehr etwas mit dem zu tun, was man aus dem privaten Umfeld kennt. „Wir nutzen modernste Maschinen und arbeiten mit verschiedenen Tools, um Prozesse zu optimieren,“ erläutert Arbias. Das reicht von der präzisen Berechnung der Reinigungsmittel bis zur Verwendung von Robotern für grosse Flächen. Besonders beeindruckt hat ihn die Reinigung einer Glasfassade mit der Hebebühne. „Die Technik macht nicht nur die Arbeit effizienter, sondern liefert auch beeindruckende Ergebnisse,“ sagt er. Auch die Rolltreppenreinigung sei im Team rascher von der Hand gegangen als anfänglich gedacht.
1 von 1
Vom Klassenzimmer zur grössten Verkehrsdrehscheibe
Der Weg von Arbias zu seiner Berufung verlief nicht gradlinig. Zunächst begann er eine Lehre als Fachmann Betriebsunterhalt mit Fachrichtung Hausdienst in einer Schule. „Ich merkte schnell, dass meine Leidenschaft und Stärke in der Reinigung liegen,“ erzählt er. Der Wechsel zur Flughafen Zürich AG war ein bewusster Schritt, um sich weiterzuentwickeln. „Hier kann ich meine Fähigkeiten in einem modernen, professionellen Umfeld einbringen – das war genau die richtige Entscheidung.“Abwechslung und Herausforderung
Am Flughafen Zürich ist kein Einsatz wie der andere. Ob Unterhaltsreinigungen in Büros, die Pflege von Rolltreppen und Sitzgruppen oder Großprojekte wie die Grundreinigung ganzer Terminals – die Bandbreite der Aufgaben erfordert Flexibilität und Anpassungsfähigkeit. „Man muss bereit sein, auf unterschiedliche Situationen einzugehen und immer einen Schritt vorauszudenken,“ erklärt Arbias. Neben körperlicher Fitness und technischem Verständnis ist Teamfähigkeit essenziell. Mit über 300 Mitarbeitenden in der Gebäudereinigung, die aus unterschiedlichsten Kulturen und Hintergründen stammen, zählt die Abteilung zu den vielfältigsten und grössten Teams des Unternehmens – eine Stärke, die den Erfolg ausmacht.Grundbildung als Sprungbrett
Ein grosser Vorteil des Berufs sind die immensen Entwicklungsperspektiven. „Man kann mit einer Integrationsvorlehre starten, ein Eidgenössisches Berufsattest erwerben und schliesslich das Eidgenössische Fähigkeitszeugnis absolvieren“ erklärt Arbias. Darüber hinaus gibt es die Möglichkeit, sich zur Schichtleiter:in oder Leiter:in Areal weiterzuentwickeln. „Diese Chancen motivieren mich – ich möchte eine fundierte Basis für meine berufliche Zukunft schaffen“, so Arbias.Zum Videoporträt des Berufs Fachmann/-frau Reinigungstechnik EFZ bei der Flughafen Zürich AG: