Im Gründungsjahr Jahr 2000 legte die Flughafen Zürich AG den Grundstein für ihre langfristig ausgerichtete Strategie mit den drei Geschäftsfeldern Verkehrsdrehscheiben, kommerzielle Zentren und Immobilien. Neben dem Betrieb des Flughafens Zürich setzte das Unternehmen von Beginn weg gezielt auf Beteiligungen im Ausland. Das Know-how aus Zürich ist international gefragt – und trägt massgeblich zum unternehmerischen Erfolg bei. Heute ist die Flughafen Zürich AG an zehn Flughäfen in fünf Ländern beteiligt.

Noida

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Indien: Von der Minderheits- zur Mehrheitsaktionärin 

Der internationale Einstieg erfolgte 2001 in Indien. Ein Konsortium unter Beteiligung der Flughafen Zürich AG erhielt eine 60-jährige Konzession für den Bau und Betrieb des neuen Flughafens in Bangalore. Nach dem Financial Close 2005 begann der Bau, 2008 wurde der Flughafen eröffnet. Die Beteiligung lag zunächst bei 17% und wurde ab 2009 schrittweise reduziert. 2016 erfolgte der vollständige Rückzug mit dem Verkauf der letzten Anteile.
Im Jahr 2019 erhielt die Flughafen Zürich AG erneut den Zuschlag für ein Grossprojekt: den Bau und Betrieb des Noida International Airports im Grossraum Delhi – diesmal als alleinige Aktionärin. Die Inbetriebnahme ist für 2025 geplant.

Floripa, Macaé, Natal, Vitória

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Brasilien: Engagement mit Tiefgang

In Lateinamerika liegt der Fokus des internationalen Geschäfts auf Brasilien. Im 2013 erhielt ein Konsortium mit Beteiligung der Flughafen Zürich AG die Konzession für den Flughafen Belo Horizonte. Im 2017 eröffnete das Unternehmen mit Zurich Airport Latin America (ZALA) einen regionalen Hauptsitz in Rio de Janeiro. Im selben Jahr erfolgte ein weiterer bedeutender Schritt: Die Flughafen Zürich AG erhielt erstmals als alleinige Aktionärin die Konzession für den Flughafen Florianópolis. Nach nur 16 Monaten Bauzeit wurde das neue Terminal im Oktober 2019 eröffnet. Im gleichen Jahr kamen die Flughäfen Vitória und Macaé dazu – ebenfalls mit 30-jährigen Konzessionen. 
Der nächste Zuschlag folgte im 2024: die Konzession für den Flughafen Natal. Ende 2024 wird die neue Piste in Macaé fertiggestellt und das neue Terminal am Flughafen Florianópolis feiert sein fünfjähriges Bestehen. Die Flughäfen Florianópolis und Vitória wurden mehrfach als beste Flughäfen Brasiliens ausgezeichnet.

Antofagasta, Iquique

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Chile: Partnerschaft mit Substanz

In Chile ist die Flughafen Zürich AG seit 2001 aktiv über das Joint Venture Aport. Gemeinsam mit dem chilenischen Partner Holding IDC wurden Flughäfen wie La Serena, Calama, Puerto Montt, Iquique und Antofagasta betrieben. Seit 2012 hält die Tochtergesellschaft Aport S.A. die Konzession für den Flughafen Antofagasta. 2017 folgte die Erneuerung der Konzession für den Flughafen Iquique, wo aktuell eine grosse Terminalerweiterung realisiert wird. Seit 2017 ist die Flughafen Zürich AG alleinige Besitzerin von Aport.

Weitere Engagements: Honduras, Venezuela, Kolumbien & Curaçao

In Honduras war die Flughafen Zürich AG von 2006 bis 2015 am Betrieb von vier Flughäfen beteiligt. In Venezuela erhielt sie 2004 gemeinsam mit IDC eine Konzession für den Flughafen Isla Margarita – diese wurde 2006 durch die Regierung ungerechtfertigt entzogen. In einem späteren Rechtsverfahren wurde dem Konsortium eine Entschädigung zugesprochen. In Kolumbien ist die Flughafen Zürich AG seit 2006 über das Konsortium OPAIN am Betrieb des Flughafen Bogotá beteiligt. Seit 2009 besteht zudem eine Minderheitsbeteiligung an der Betreiberin des Flughafens Curaçao in der Karibik.

Internationale Präsenz in im Überblick

Indien:

  • Bangalore (2001–2016)
  • Noida (seit 2019, Inbetriebnahme 2025)

Brasilien:

  • Belo Horizonte (seit 2014)
  • Florianópolis (seit 2017)
  • Vitória, Macaé (seit 2019)
  • Natal (seit 2024)

Chile (via Aport):

  • Antofagasta (seit 2012)
  • Iquique (seit 2017)
  • Frühere Flughafenkonzessionen in Calama, La Serena, Puerto Montt

Weitere Engagements:

  • Bogotá (Kolumbien, seit 2006)
  • Curaçao (seit 2009)
  • Ehemals: Honduras (2006–2015), Venezuela (2004–2006)