Informationen zum Baufortschritt
Die Fertigstellung des Revitalisierungsprojekts ist für den Winter 2027 geplant. Im ersten Halbjahr 2025 beginnen die Arbeiten. Der erste Teil der Fäll- und Rodungsarbeiten in den Bereichen Eichhof (Bauabschnitt 1) und Loo (Bauabschnitt 2) wurde im Februar 2025 abgeschlossen. Ab März 2025 finden im Bereich Eichhof die Arbeiten an der Pilotstrecke statt. Parallel erfolgen dort vorbereitende Massnahmen wie der Bodenabtrag und der Aushub des neuen Glattlaufs.
Fäll- und Rodungsarbeiten

Vorgängig zur Gestaltung des naturnahen Flusslaufes sind entlang der Glatt Fäll- und Rodungsarbeiten notwendig. Dabei werden rund 300 bis 400 Bäume gefällt.
Um auf die Brutzeit der Vögel Rücksicht zu nehmen, werden die Baumkronen im Winter entfernt. Bei den Rodungsarbeiten wird zudem auf den Schutz der Fledermäuse geachtet – die Bäume werden zuvor auf Höhlenstandorte untersucht.
Gewässerstrukturierung durch Wiederverwendung der Holzbestandteile
Zunächst werden die Stämme auf circa 5 m Höhe gekürzt. Die Wurzelstöcke werden erst später aus dem Boden gezogen und letztendlich zur ökologischen Aufwertung des Gewässers wiederverwendet. Zwischen Fällung und Aushub vergehen mehrere Monate. Durch das Zurückschneiden der Bäume können diese vor Ort verbleiben, anstatt zwischengelagert zu werden.
Während der Gestaltung des naturnahen Flusslaufes, wird etwa alle 100 Meter Totholz eingebracht. Hierzu wird ein Teil der gefällten Bäume, bevorzugt Laubbäume, verwendet. Das Astmaterial, die Stämme und die Wurzelstöcke strukturieren schlussendlich den neuen Glattlauf. Sie werden zum Lebensraum für Flora und Fauna und dienen als Schattenspender, Laichplatz oder Rückzugsort.
Die gerodeten Flächen werden im späteren Projektverlauf wieder mit heimischen Pflanzenarten begrünt. Mit diesem Projekt werden 100 seltenen Pflanzenarten gefördert. Zu den 950 neu gepflanzten Bäumen gehören Eschen, Hängebirken, Schwarz-Erlen, Stiel-Eichen sowie Silber- und Mandelweiden.
Massnahmen und Abläufe innerhalb der Pilotstrecke

Auf einer Länge von rund 240 Metern entstehen in dem Bereich der Pilotstrecke die ersten beiden Mäander. In diesem Abschnitt werden die geplanten Massnahmen erstmals umgesetzt und ihre Wirkung beobachtet. Die gewonnenen Erkenntnisse fliessen in die weiteren Arbeiten ein.
Zu Beginn werden die Werkleitungen für die Energie 360° AG und die Swisscom AG verlegt. Anschliessend wird das neue Flussbett ausgehoben. Unterschiedliche Tiefen und Breiten ermöglichen eine naturnahe Gestaltung des Flusslaufs. Nun werden die Ufer mit Materialien wie Totholz und Steinen punktuell gesichert und strukturiert. Anschliessend werden geeignete Standorte für Gehölze, Hochstaudenfluren und Riedwiesen vorbereitet und gezielt bepflanzt.
Während der Bauarbeiten fliesst das Gewässer zunächst noch im begradigten Flussbett, sodass die Massnahmen weitgehend im Trockenen umgesetzt werden können. Nach Fertigstellung der Pilotstrecke wird die Glatt kontrolliert in das neu geschaffene Gerinne eingeleitet und der alte Flusslauf wird aufgefüllt.
Webcam
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Kontakt
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